Sind Schmetterlingsmücken gefährlich?
Grundsätzlich stechen oder beißen Schmetterlingsmücken nicht, und wir Menschen sind für sie völlig uninteressant. Allerdings gelten sie als Hygieneschädlinge.
Das liegt daran, dass sie aus eher unsauberen Lebensräumen wie Kläranlagen, Fäkalien oder Abflüssen stammen und dabei Krankheitserreger aufnehmen können. Für uns Menschen stellen sie zwar kein direktes Risiko dar, trotzdem möchte man die kleinen Insekten nicht in der Küche, im Badezimmer oder in besonders sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern finden.
Wie kommen Schmetterlingsmücken in die Wohnung?
Der Weg führt fast immer über den Abfluss. Dort lagern sich Haare, Seifenreste und anderer Schmutz ab, aus denen sich ein zäher Biofilm (schleimige Schicht aus Bakterien, Pilzen, Fetten und Schmutz, welcher in feuchten Abflüssen ensteht) bildet und dort entwicklen sich die Larven der Schmetterlingsmücken.
Sobald die Tiere erwachsen sind, fliegen oder krabbeln sie direkt aus dem Abfluss ins Badezimmer oder in die Küche. Auch durch winzige Ritzen und Gullys können sie ins Haus gelangen.
Die Abortfliegen sind besonders abends aktiv, weshalb man sie oft erst in der Nacht oder spät Abends entdeckt.
Wie bekämpft man Schmetterlingsmücken?
Das Wichtigste vorweg: Chemie ist in den meisten Fällen nicht nötig!
Die kleinen Mücken verschwinden von selbst, sobald ihre Brutstätten entfernt werden. Am effektivsten ist es daher, die Abflüsse regelmäßig mit kochendem Wasser zu spülen und den Biofilm gründlich zu entfernen.
Zusätzlich sollte man darauf achten, keine stehenden Wasserstellen oder ständig feuchte Lappen liegen zu lassen, da solche Orte perfekte Bedingungen für die Entwicklung der Larven bieten. Die erwachsenen Tiere selbst lassen sich unkompliziert mit dem Staubsauger absaugen.
Kommt es jedoch trotz aller Maßnahmen immer wieder zu starkem Befall, lohnt es sich, einen Fachbetrieb für Rohr- oder Schädlingsbekämpfung hinzuzuziehen.